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Crowdsourcing – auch für Industrieunternehmen eine Chance

19. Juli 2012 | von Christian Hirsig

Was denken Sie? Wer gestaltet die Zukunft Ihres Unternehmens? Vermutlich Ihre Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten. Warum diese nicht vermehrt in die Vorbereitung Ihrer Entscheidungen einbeziehen? In über 150 Projekten mit über 100 Kunden konnten wir unterschiedlichste Erfahrungen mit Crowdsourcing von Ideen sammeln. Oft ist es nur marginal von der Idee abhängig, ob eine Innovation entsteht oder nicht. Viel wichtiger ist, in welchem Umfeld eine Idee landet. So entstand in einem Projekt der Firma Mammut eine ausgezeichnete Idee zur Substitution des Reisverschlusses. Eine Gruppe von Studierenden schlug vor, den Reissverschluss mit dem industriellen Gleitverschluss, uns bekannt von Plastikbeuteln, zu ersetzen. Da Mammut aber selbst keine Reisverschlüsse herstellt, fiel die Idee auf ungeeigneten Boden.
Wir mussten feststellen, dass Industrieunternehmen oft die Kraft und das Wissen von Web-Communities unterschätzen. Und leider sind sie öfters von Crowdsourcing-Projekten enttäuscht. Jedoch hat dies selten mit der Web-Community zu tun. Viel häufiger sind Industrieunternehmen einfach weniger fähig als Konsumgüterhersteller, Ideen von aussen aufzunehmen. Deshalb unser Appell an Industrieunternehmen: Trauen Sie der Aussenwelt etwas zu. Stellen Sie aber sicher, dass Sie selbst für diesen Prozess bereit sind.

Folgende sieben Erkenntnisse sollten Sie beim Crowdsourcing im Auge behalten:
1. Das „Stille Kämmerlein“ ist definitiv passé.
2. Es gibt viele smarte Menschen, die Sie unterstützen wollen.
3. Innovation beginnt mit einer Frage, nicht mit einer Idee.
4. Betriebsblindheit ist für Innovation nicht förderlich.
5. Die beste Idee entsteht oft aus mehreren guten Ideen.
6. Je früher der Kunde involviert ist, desto geringer das Flop-Risiko.
7. Ideen werden erst mit ihrer Umsetzung wertvoll.

Das wichtigste beim Crowdsourcing ist eine kurze, verständliche Fragestellung. Ist diese bekannt, muss die richtige Community gefunden werden. Während Aufgaben im Bereich der Konsumgüter wie bei www.atizo.com mit einer Community von 15’000 kreativen Konsumenten bearbeitet werden können, müssen technische Fragestellung zur Verbesserung einer Maschine mit einer ausgewählten Experten- oder Kundengruppe gelöst werden. In beiden Fällen eignet sich aber Crowdsourcing. Und in beiden Fällen gilt: je aktiver die Crowd, desto besser das Ergebnis. Basierend auf der Atizo-Software und unserem Community-Know-how haben wir für über zehn Unternehmen so genannte „Closed User Groups“ aufgebaut. Je nach Fragestellung wird die Crowd aus externen Experten, Kunden, Lieferanten, Mitarbeitenden oder einer Kombination zusammengestellt. Für den deutschen Mobilfunkanbieter o2 beispielswiese wurde unter ideenlabor.o2online.de eine Community mit über 1000 kreativen Mobilfunk-Freaks gegründet.