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Ein ungesunder Verdrängungskampf

29. Mai 2012 | von Ruedi Noser

Die Untersuchungsergebnisse von Lüdi Consulting zeigen, dass bei den Forschungs- und Entwicklungsinstituten ein ungesunder Verdrängungskampf stattfindet. Insbesondere im Bereich der “angewandten Forschung” werden sehr viele private Anbieter mit öffentlichen Geldern in ihrem Angebot konkurrenziert.
Vieles, das als KTI-Projekt deklariert und finanziert wird, ist nichts anderes als reine Entwicklungsarbeit für private Unternehmungen, die vom Staat mitfinanziert wird. Der Grund hierfür ist, dass es verschiedene Fachhochschulen gibt, die von ihren Professoren verlangen, Drittmittel zu generieren. Im Vordergrund steht also nicht die Qualität der Lehre und Forschung, sondern einzig die Akquisition von Drittmitteln. Dies zum Nachteil der Fachhochschulen, die an Glaubwürdigkeit verlieren.
Die Lösung dieses Problems wäre einfach: Erstens müssten die staatlichen Fördermittel auf die Grundlagenforschung beschränkt werden. Zweitens braucht es einen klaren Push-Mechanismus, um die Ergebnisse der Grundlagenforschung zu kommerzialisieren. Es würde besser dort der eine oder andere staatliche Franken investiert. Es geht jedoch nicht an, dass die Probleme in den Entwicklungsabteilungen der Firmen mit Steuergeldern gelöst werden.